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holzkohle

Die beste Holzkohle in unseren Test.

Das Braten und Rösten von Fleisch über der Glut eines Holzkohlefeuers zählt mit zu den ältesten Garmethoden der Menschheit. Heute ist das Grillen von Würstchen, Steaks, aber auch von Gemüse und Früchten eine beliebte Art, im Sommer ganz entspannt auf der Terrasse oder auf einem Picknickplatz das Essen für die Familie und für Freunde zuzubereiten. Jedes Jahr verbrauchen allein die Deutschen etwa 120.000 Tonnen Holzkohle wobei ein Kilogramm Holzkohle je nach Qualität etwa eine Verbennungsenergie von 25 bis 35 Megajoule aufweist und schwefelfrei verbrennt. Doch welche Holzkohle eignet sich am besten zum Grillen? Diese Frage stellt sich, sobald Sie sich für einen Holzkohlegrill entschieden haben. Wenn der Holzkohlegrill noch fehlt, gucken Sie einfach mal in unseren großen Holzkohlegrill Test.

Was ist Holzkohle?

grillkohleDie schwarze Holzkohle ist ein Brennstoff, der entsteht, wenn gut getrocknetes Holz bei hohen Temperaturen einer Pyrolyse unterzogen wird. Wichtig ist bei der Herstellung von Holzkohle, dass das Durchglühen des Holzes ohne Zufuhr von Sauerstoff erfolgt. Ansonsten würde das Holz einfach nur zu Asche verbrennen. In alten Illustrationen gibt es noch Darstellungen, wie in großen Meilern im Wald die Holzkohle hergestellt wird. Heute wird die Holzkohle industriell in großen Mengen produziert, um die starke Nachfrage befriedigen zu können. Gelegentlich gibt es jedoch auch heute noch Meilerkohle.

Der Verbraucher bekommt in den Sommermonaten überall, selbst an Tankstellen, die Säcke mit dem Brennstoff für das Grillen angeboten. Die Preisunterschiede bei Holzkohle können erheblich sein. Ursache dafür sind die Holzarten, die für die Herstellung der Holzkohle verwendet wurden. Auf jeden Fall sollte derjenige, der den Grill anzünden möchte, tatsächlich auch Holzkohle verwenden. Auf keinen Fall dürfen Holzspäne aus der Tischlerei oder Tannenzapfen unter dem Grillgut verglühen. Das kann negative, gesundheitliche Folgen verursachen. Auch die Rauchentwicklung wäre erheblich höher als bei der Verwendung von Holzkohle. Außerdem können Harze, Ruß und eventuelle Giftstoffe in Holzabfällen das Grillvergnügen zum Problem machen.

Welche Arten von Holzkohle gibt es?

Heute gibt es Grillkohle, wie die Holzkohle auch bezeichnet wird, in mehreren Preisklassen, die auf die unterschiedlichen Qualitäten des Brennstoffs zurückzuführen sind.
Im Handel sind Grillkohlen, die in Stücken in der Tüte sind. Diese Holzkohle lässt sich gut entzünden. Die Glut kann sich relativ schnell entwickeln. Allerdings hat die kleinteilige Form der Holzkohle den Nachteil, dass sie sehr schnell zu Asche verbrennt. Deshalb muss häufig Holzkohle nachgelegt und auf die Entwicklung der Glut gewartet werden, wenn größere Mengen von Grillgut nacheinander auf den Rost sollen. Hochwertige Grillkohle zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sich nur wenige kleine Bruchstücke und wenig Kohlestaub in der Papiertüte befinden.
Eine andere Form der Grillkohle sind kleine Briketts, die aus gemahlener Holzkohle unter starkem Druck zusammengepresst wurden. Diese stark verdichtete Grillkohle weist einen hohen Brennwert auf. Allerdings dauert es erheblich länger, bis diese Briketts aus Holzkohle durchglühen. Die Briketts sind teurer als die stückige Holzkohle. Die Presslinge entwickeln jedoch viel länger die passende Hitze für das Grillen von Fleisch und Würsten. Auch größere Fleischstücke können so bei gleichmäßiger Temperatur optimal gegart werden. Die Anwendung der stabilen Holzkohlenbriketts ist sauberer als bei der stückigen Ware.

Die Brennleistung, die die verschiedenen Sorten von Holzkohle aufweisen müssen, wurde durch eine europaweite DIN-Norm standardisiert.
Wichtig ist, beim Kauf von Grillkohle auf das Herkunftsland der verwendeten Hölzer zu achten. Am umweltverträglichsten ist die Holzkohle, die aus heimischen Hölzern hergestellt wurde. Die höchste Brennleistung wird bei Hartholz von Laubbäumen erreicht. Grillkohle aus Buchenholz ist bei uns der Klassiker für eine qualitativ hochwertige Holzkohle.

In der DIN-Norm ist auch festgelegt, dass die verwendeten Hölzer, die für die Herstellung von Grillkohle verwendet werden, auf keinen Fall mit Giften wie beispielsweise Holzschutzmitteln in Kontakt gekommen sein dürfen. In der Tüte mit der Kohle darf auch nur diese enthalten sein. Beimischungen von anderen Stoffen sind verboten.
Mitunter wird Holzkohle aus Tropenholz angeboten. Diese sollte unbedingt gemieden werden. Die tropischen Wälder gilt es zu erhalten, die langen Transportwege passen ebenfalls nicht ins Konzept der Umweltschonung. Deshalb sollte immer auf den Aufdruck „kein Tropenholz“ beim Einkauf von Holzkohle geachtet werden. Als Hinweis auf die Herkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft kann das FSC-Siegel auf der Packung dienen.

Doch Grillkohle aus den Tropen verwenden?

Eine Neuentwicklung ist die Grillkohle, die aus gemahlenen Kokosnussschalen in Brikettform gepresst wird. Kokosnussschalen sind ein Abfallprodukt, das so noch verwertet wird. Die Nussschalen in dieser Form als Brennmaterial für den Grill zu benutzen, ist eigentlich eine gute Idee. Doch auch bei diesem neuartigen Brennstoff fallen lange Transportwege an, ehe die Presslinge aus Kokosnussschalen auf dem heimischen Grill zum Einsatz kommen können. Das belastet die Umwelt mehr, als wenn Hölzer aus unseren heimatlichen Wäldern aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu Holzkohle verarbeitet werden.